Konzerte

Ebracher Musiksommer

Lassen Sie sich durch unser abwechslungsreiches
Programm  inspirieren!

  • Samstag, 9. Nov. 2019 – 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    ROMANTIK

    Bedřich Smetana
    Die Moldau aus Mein Vaterland
    Edvard Grieg
    Peer Gynt-Suite Nr. 1
    Richard Strauss
    Eine Alpensinfonie op. 64

    Staatsorchester Braunschweig 
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 15 €    
       09552 297    
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    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 15 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Symphonisches vom Feinsten bietet das Staatsorchester Braunschweig in der Konzerthalle Bamberg. Das traditionsreiche Orchester wurde schon viele Male vom Publikum in Bamberg gefeiert und verspricht auch diesmal mit der stimmungvollen Tondichtung Die Moldau von Smetana, der bezaubernden Peer Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg und der klanggewaltigen Alpensinfonie von Richard Strauss einen ganz besonderen Hörgenuss. 

  • Samstag, 9. Nov. 2019 – 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    ROMANTIK

    Programmmusik – das war gewissermaßen die Filmmusik des 19. Jahrhunderts. Wobei der Film sich allerdings (noch) nicht auf einer Leinwand abspielte, sondern in den Köpfen der Zuhörer. Und das funktioniert übrigens hervorragend!
    So beschreibt Bedrich Smetana, lebenslang begeisterter Kämpfer für die tschechische Nationalbewegung, in Die Moldau, einem Satz seiner Sinfonischen Dichtung Mein Vaterland, den Lauf des Flusses ganz lautmalerisch: vom Plätschern der beiden Quellen bis zum Tanz der Nymphen am Ufer im Mondenschein.
    Ähnlich verfährt Edvard Grieg in seiner bekannten Peer Gynt-Suite: ursprünglich als Bühnenmusik zu Henrik Ibsens gleichnamigem Dramatischen Gedicht verfasst, stellte Grieg aus seinen Noten auch zwei Orchestersuiten zusammen. Viele Stücke daraus dürften heute zu den bekanntesten klassischen Melodien überhaupt zählen, denn wie Grieg die Stimmungen und Situationen schildert, in die der Held des Stückes gerät, ist nicht nur treffend, sondern einfach auch wunderschön.
    Auch Richard Strauss‘ Alpensinfonie ist eine Sinfonische Dichtung, doch hier ist die Sache nicht so leicht: hat er nun eine Bergwanderung in seiner Jugend musikalisch nachgemalt – oder doch im düsteren Sinne Nietzsches das menschliche Leben von der Wiege bis zur Bahre dargestellt? Beide Theorien werden von Fachleuten diskutiert.
    Doch das hat auch seine Vorteile: Jeder Konzertbesucher kann selbst wählen, welchen innerlichen Film er sieht, während er dieses großartige Werk hört – für das Strauss übrigens eine Orchesterbesetzung von mindestens 107, optimalerweise gar 129 und mehr Musikern vorgesehen hat!
  • Sonntag, 16. Feb. 2020 – 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    SYMPHONISCHER KARNEVAL

    Tschechisches Symphonieorchester Prag
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 15 €    
       09552 297    
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    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 15 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Die sogenannte „Leichte Muse“ bietet einen reichen Schatz unvergänglicher Melodien. Immer wieder schöpft Gerd Schaller aus diesem sprudelnden Quell und präsentiert auch 2020 seinen mittlerweile legendären SYMPHONISCHEN KARNEVAL. Von spritzig-frech bis liebevoll-schmeichelnd reicht die Palette der dargebotenen Werke von Johann Strauß, Franz von Suppé, Carl Michael Ziehrer, Julius Fučík und vielen anderen Großmeistern der gehobenen Unterhaltungsmusik. Die für das Orchester übrigens manchmal auch ziemlich anspruchsvoll zu spielen ist!

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OBOISSIMO-NICHT-FUER-NAPOLEON
GLUECKLICHE-PAARE
  • Sonntag, 17. Mai 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    GLÜCKLICHE PAARE

    Christoph Willibald Gluck (1714–1787)
    Ouvertüre zu Orpheus und Eurydike
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie Nr. 105 B-Dur, Konzertante Sinfonie für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester
    Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    Haffner-Serenade D-Dur KV 250 (248b)

    Sebastian Breuninger, Violine
    Christian Giger, Violoncello
    Domenico Orlando, Oboe
    Riccardo Terzo, Fagott
    Orchester mit Gewandhausmusikern Leipzig
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 17. Mai 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach - Kaisersaal

    GLÜCKLICHE PAARE

    Wer kennt sie nicht, die wunderbare Geschichte von Orpheus, dem es gelang, durch seinen Gesang die geliebte Eurydike der Unterwelt zu entreißen? Keiner hat diesen altgriechischen Mythos so kongenial in eine Oper verpackt, wie Christoph Willibald Gluck. Und da eine Oper natürlich den Rahmen des Ebracher Musiksommers sprengen würde, dürfen Sie in diesem Konzert zumindest die Ouvertüre genießen – und darin quasi in komprimierter Form Trauer und Hoffnung, Verzweiflung und höchstes Glück durchleben.
    Auch Joseph Haydns Sinfonie Nr. 105, die er in London für die Aufführung in einer dortigen Konzertreihe komponierte, verdankt sich gewissermaßen einer Paarbeziehung: Der zu seinem früheren Schüler Ignaz Pleyel. Selbiger soll nämlich 1791 von einem konkurrierenden Londoner Konzertveranstalter ins Land geholt worden sein, um dem britischen Publikum eine Art Wettkampf zwischen Lehrer und Schüler zu präsentieren. „Es wird also einen blutig Harmonischen Krieg absetzen zwischen dem Meister und schüller“, kommentierte Haydn das in launiger Weise in einem Brief an eine Freundin.
    Und tatsächlich: Nachdem Pleyel am 27. Februar 1792 eine konzertante Symphonie mit großem Erfolg uraufgeführt hatte, schrieb Haydn in nicht einmal zehn Tagen eine ebensolche – die am 9. März zum ersten Mal erklang. Wer gewonnen hat? Das ist eine Frage des Maßstabs. Denn zwar ist Pleyels Werk heute nahezu vergessen, während Haydns noch immer relativ häufig gespielt wird, aber bei Haydn gibt es nur vier Soloinstrumente – bei Pleyel sechs!
    Der Abschluss des Abends ist dann wiederum einem sehr harmonischen Paar gewidmet, denn Mozarts Haffner-Serenade entstand 1776, als Auftragswerk zur Hochzeit der Tochter des Salzburger Bürgermeisters Sigmund Haffner. Ob diese Maria Elizabeth Haffner allerdings wirklich begeistert davon war, ist nicht überliefert: Ist doch eine Serenade eine klassische Abend– oder Nachtmusik, und so dürfte die Aufführung dieser umfangreichsten Serenade Mozarts mit ihren acht Sätzen den Beginn der Hochzeitsnacht höchst unwillkommen verzögert haben...

MIT-PAUKEN-UND-TROMPETEN

  • Sonntag, 31. Mai 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    MIT PAUKEN UND TROMPETEN

    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Mit dem Paukenwirbel
    Johann Nepomuk Hummel (1778–1837)
    Trompetenkonzert Es-Dur
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

    Martin Weller, Trompete
    Staatsorchester Braunschweig
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 31. Mai 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    MIT PAUKEN UND TROMPETEN

    Mit Pauken und Trompeten – diese Redensart dürfte sich ungefähr im 17. Jahrhundert entwickelt haben, als Pauken und Trompeten in der Militärmusik den hohen Dienstgraden vorbehalten und entsprechend hoch angesehen waren – viel höher jedenfalls, als die Trommeln und Pfeifen, die dem niederen Fußvolk und den Amateurmusikern oblagen.
    In diesem Programm kommen denn auch beide Instrumente voll zu ihrem Recht: Haydns Sinfonie Nr. 103 – seine vorletzte, entstanden 1795 in London – trägt ihren Beinamen, weil sie höchst ungewöhnlicherweise mit einem Paukenwirbel beginnt. Darunter steht in den Noten „Intrada“, was seinerzeit den Einzug einer hochgestellten Persönlichkeit bezeichnete. Wer da nun tatsächlich gemeint war wissen wir nicht, doch das tut der Schwungkraft und Originalität des gesamten Werks keinen Abbruch.
    „Den Bub müssen’s mir da lassen: den lass ich nicht aus; aus dem kann was werden!“, so soll Wolfgang Amadeus Mozart ausgerufen haben, als der erst achtjährige Johann Nepomuk Hummel ihm 1786 das erste Mal vorgestellt wurde. Dieser wurde denn auch in den Mozart‘schen Haushalt aufgenommen und unterrichtet. Mit Haydn vereint Hummel aber nicht nur seine enge Beziehung zu Mozart (der ja wiederum bei Haydn gelernt hatte), sondern auch, dass beide Komponisten im Jahr 1803 ein Konzert für den damals in Wien ansässigen Trompeter Anton Weidinger schrieben, den Sensationstrompeter dieser Jahre überhaupt: War er doch auf seiner Klappentrompete damals als einziger Musiker in der Lage, chromatische Töne über die gesamte Skala der Trompete zu spielen! Beide Trompetenkonzerte gelten denn auch heute noch als Paradebeispiele des Genres in der Wiener Klassik.
    Für Beethovens 8. Sinfonie, entstanden 1811/12, wurden die Pauken und Trompeten dagegen eher zum Verhängnis: Sie erklang bei der Uraufführung zusammen mit Beethovens 7. Sinfonie, einem Terzett und der großen Schlachtenmusik Wellingtons Sieg (mit vielen Pauken und Trompeten!). Dagegen musste die Achte abfallen, denn ihre Stärken sind gerade nicht Lautstärke und Pracht, sondern Raffinesse, Virtuosität und Witz. So schrieb denn auch der Kritiker der Uraufführung lapidar: „Sie machte – wie die Italiener sagen – keine Furore“. Nicht allerdings, ohne gleich anschließend zu versichern: „Wird diese Symphonie in Zukunft allein gegeben, so zweifeln wir keineswegs an dem günstigen Erfolge.“
    Überzeugen Sie sich selbst!
MELODIEN-FUER-S-HERZ
  • Sonntag, 28. Juni 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    MELODIEN FÜR’S HERZ

    Joseph Haydn (1732–1809)
    Pariser Sinfonie Nr. 87 A-Dur
    Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonie g-Moll KV 550

    Claudia Dresel, Klarinette
    Philharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 28. Juni 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    MELODIEN FÜR’S HERZ

    Es gibt Melodien – und es gibt Ohrwürmer. Bei diesem Programm Wiener klassischer Werke von Mozart und seinem „Papa Haydn“ sprechen wir sicherlich von letzteren.
    Das beginnt mit den herrlich prägnanten und sanglichen Themen im 2. und 3. Satz von Haydns 1785 entstandener Sinfonie Nr. 87, wohl der ersten seiner sechs sogenannten Pariser Sinfonien. Diese schrieb er als Auftragswerke für die Konzertreihe „Le Concert de la Loge Olympique“, deren Veranstaltungen zu den gesellschaftlichen Höhepunkten des damaligen Pariser Lebens gehörten: Die Musiker spielten in blauen Gehröcken und trugen Degen!
    Zum Glück werden Sie das Thema des Menuetts – so schön es ist – aber bald wieder aus den Ohren bekommen; wenn nicht mit der Hauptmelodie des 1., dann doch sicherlich mit der des 2. Satzes von Mozarts Klarinettenkonzert. Bei dieser dürfte es sich nämlich um eines der bekanntesten Stücke der Musikgeschichte handeln, und wer sie nicht aus dem Konzertsaal kennt, ist ihr doch zumindest im Film Jenseits von Afrika (und diversen anderen anrührenden Streifen) schon einmal begegnet.
    Ähnliches gilt dann allerdings auch für Mozarts Sinfonie in g-Moll, KV 550: Das Eingangsmotiv dürfte nicht nur der als Handy-Klingelton meistmissbrauchte klassische Musikschnipsel aller Zeiten sein, sondern auch noch derjenige, der am häufigsten in der Fernsehwerbung Verwendung findet. Das soll jedoch nicht über den ernsten Grundcharakter des Werks hinwegtäuschen: Mozart schrieb überhaupt nur zwei seiner 41 Sinfonien in Moll, und diese, die 40., entstand im Sommer 1788, in einer Zeit, die von Geldsorgen, dem Tod seiner kleinen Tochter und Depressionen geprägt war. Neben dieser 40. schrieb er mit der 39. und 41. Sinfonie in dieser Phase jedoch innerhalb von nur sechs Wochen drei Werke, die heute als Gipfelpunkt klassischen Sinfonienschaffens überhaupt betrachtet werden.
BRUCKNER2024-MYSTISCH-SCHWEBEND
  • Sonntag, 26. Juli 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: MYSTISCH SCHWEBEND

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Messe Nr. 2 e-Moll
    Symphonie Nr. 2 c-Moll

    BR KLASSIK KoproduktionPhilharmonischer Chor München
    Andreas Herrmann, Einstudierung
    Philharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    In Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk – Studio Franken.

    Karten zu 45 | 39 | 34 | 24 €    
      09552 297    
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  • Sonntag, 26. Juli 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: MYSTISCH SCHWEBEND

    Drei größere Messen schrieb Anton Bruckner — allesamt herausragende Werke. Doch die zweite, die Messe e-Moll, ist noch einmal etwas ganz besonderes: Sie wurde 1869 uraufgeführt, zur Eröffnung der Votivkapelle des Linzer Doms, und da sie zu diesem Anlass im Freien erklang, konnte Bruckner zur Begleitung des achtstimmigen gemischten Chores, den er verwendete, nicht wie gewohnt auf ein Orchester oder auch die Orgel zurückgreifen. So entschied er sich für ein 13-köpfiges Bläserensemble; das übrigens bei der Uraufführung pikanterweise von der Linzer Militärkapelle gestellt wurde... Die spezielle Klangfarbe aber, die durch diese Besetzung entsteht, verleiht der Messe etwas überirdisch-schwebendes, ein geradezu mystisches Element.
    Mit ihrer Bezugnahme auf gregorianische Motive, aber auch auf eine Messe des Renaissance-Großmeisters Giovanni Pierluigi da Palestrina (um 1525-1595) zeugt sie dabei einerseits von Bruckners tiefer Spiritualität, andererseits aber auch von seiner enormen Erfahrung mit dem Klangkörper Chor, seinem souveränen Umgang mit Stimmen.

    Auch die 2. Symphonie (die tatsächlich — nach der Studiensymphonie, der Ersten und der sogenannten Nullten — die vierte Sinfonie war, die Bruckner komponierte) besitzt über weite Strecken eine solche mystisch anmutende Atmosphäre, mit ihren abgehoben-schwebenden Klangflächen, ihren geheimnisvollen Harmonieverbindungen. Er vollendete sie 1872 in seinem geliebten Stift St. Florian und bot sie anschließend den Wiener Philharmonikern zur Uraufführung an — die sie jedoch nach einer ersten Probe als „unspielbar“ ablehnten.
    Immerhin: Ein Jahr später nahmen sie das Werk dann doch an, und die Symphonie wurde vom Publikum und letztlich auch den Musikern selbst sehr positiv aufgenommen; zeugte sie doch von Bruckners Emanzipation als eigenständiger Symphoniker.

    Nur mit der Widmung des Werks wollte es nicht so recht klappen: Bruckner wollte sie ursprünglich den Wiener Philharmonikern angedeihen lassen, doch diese lehnten dankend ab. Soooo großartig fanden sie das Werk dann offensichtlich doch nicht...
    Daraufhin trug er sie 1884 Franz Liszt an — doch dieser vergaß die Partitur einfach, und so wurde die Widmung nicht gedruckt. Der nächste auf Bruckners Liste war Richard Wagner, dem er jedoch die Wahl zwischen dieser und der 3. Symphonie ließ. Wagner wählte die Dritte — und dann gab Bruckner die Sache offenbar frustriert auf. So blieb die Zweite letztendlich die einzige seiner Symphonien ohne Widmung; und heutige Hörer mögen sich angesichts der großartigen Musik fragen, wo die undankbaren Widmungsadepten wohl seinerzeit mit ihren Gedanken gewesen sein mögen!
BRUCKNER2024-ROMANTISCH
  • Sonntag, 30. August 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: ROMANTISCH

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Symphonie Nr. 4 Es-Dur Romantische
    BR KLASSIK Koproduktion

    Philharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    In Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk – Studio Franken.

    Karten zu 45 | 39 | 34 | 24 €    
      09552 297    
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  • Sonntag, 30. August 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: ROMANTISCH

    Das Thema des 1. Satzes seiner 4. Symphonie verdanke er einem ungewöhnlichen Einfluss, so schrieb Anton Bruckner 1890 in einem Brief an einen Freund: Es sei „der Gesang der Kohlmeise Zizibee“. Im zweiten Satz dann „will ein verliebter Bursche fensterln gehn, wird aber nicht eingelassen“, so der Komponist.
    Ob solche und ähnliche programmatischen Ideen der Grund dafür waren, dass er diese, in ihrer Urfassung 1874 entstandene und 1881 mit großem Erfolg in Wien uraufgeführte Symphonie auch als „Die Romantische“ bezeichnete, werden wir wohl niemals mit Sicherheit wissen; möglicherweise verdankt sich dieser Beiname auch der prominenten Rolle, welche die Hörner (als die romantischen Instrumente par excellence) in dem Werk spielen.

    Doch woher auch immer er rührt: Der Beiname trifft die Sache tatsächlich genau. In keiner anderen seiner Symphonien schwelgt Bruckner derart in sanglichen Melodien; er gestaltete das Trio als fröhlichen Ländler und noch dazu zitiert er in der Einleitung zum Scherzo Richard Wagners großes romantisches Musikdrama Tristan und Isolde, bevor er im Finale wieder zum Hauptthema des 1. Satzes zurückkehrt — diesmal mit der vollen Kraft der Blechbläser.

    Da nimmt es nicht Wunder, dass diese Symphonie nach wie vor zu den meistgespielten Werken des österreichischen Komponisten überhaupt gehört — und so kann man sich hier auf ein Konzert freuen, das die Hörer mit so manchem Ohrwurm im Ohr wieder nach Hause entlassen dürfte...
  • Sonntag, 13. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    KLANGVOLLE NEUERER

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    Ouvertüre zu Don Giovanni
    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
    Violinkonzert e-Moll op. 64
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie Nr. 101 D-Dur Die Uhr

    Ingolf Turban, Violine
    Staatskapelle Halle
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 13. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    KLANGVOLLE NEUERER

    Kompositorische Neuerungen gehören zu den Dingen, die viele Musikfreunde erst einmal mit Misstrauen betrachten: Kann man diese Musik denn wohl entspannt genießen, oder muss man sich auf einen Abend voller Dissonanzen und scheinbar unzusammenhängender Atonalitäten gefasst machen?!
    Das war schon im 18. und 19. Jahrhundert so, und hat sich bis heute nicht geändert. Aber dieses Konzert zeigt, dass es auch anders geht – wenn die Komponisten es nur genial genug anpacken.
    Zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozart. Obwohl dieser nämlich die Ouvertüre zu seinem Don Giovanni angeblich erst in der Nacht vor der Uraufführung im Oktober 1787 in Prag geschrieben haben soll, ist sie doch nicht einfach eine Kompilation der wichtigsten Melodien dieser Oper, sondern eine komplette Persönlichkeitsbeschreibung des Hauptprotagonisten in allen psychologisch durchdachten Details: Dämonisch und leidenschaftlich, leichtfertig und ritterlich ist dieser Don Giovanni, den man da kennenlernt, aber er besitzt auch spielerisch-leichte Züge und große Zielstrebigkeit, großen Mut und Schicksalsergebenheit. Eine revolutionär-neue Herangehensweise an eine Opernfigur; am Ende noch dadurch gesteigert, dass Mozart von den Protagonisten der Uraufführung auch noch verlangte, möglichst realistisch und dramatisch zu agieren, statt nur an der Bühnenkante zu stehen, und schöne Töne zu produzieren! Dazu kam noch die harmonische Kühnheit des Ganzen: Der Don Giovanni ist für damalige Zeiten geradezu sensationell neu und modern – bis hin zu zwölftönigen Themen, wie sie dann erst wieder im 20. Jahrhundert gewagt wurden.
    Dennoch aber geriet die Uraufführung in Prag zu einem großen Erfolg, denn Mozart wäre eben nicht Mozart, wenn er all diese revolutionären Neuerungen nicht so geschickt verpackt hätte, dass sie dem Publikum wenn überhaupt, so jedenfalls nur positiv auffielen...

    „Ich möchte Dir wohl auch ein Violinkonzert machen für nächsten Winter; eins in e-moll steht mir im Kopfe, dessen Anfang mir keine Ruhe läßt“, so schrieb Felix Mendelssohn-Bartholdy 1838 an seinen Freund, den Geiger Ferdinand David. Erst sechs Jahre später allerdings wurde das Konzert schließlich vollendet – und von den Zeitgenossen gleich als eines der modernsten und zukunftsweisendsten seiner Art eingeschätzt. Die Neuerungen finden sich in diesem Werk allerdings weniger im harmonischen, als im strukturellen Bereich. So liegt das Hauptthema des 1. Satzes bei der Solovioline, statt im Orchester, die beiden ersten Sätze gehen nahtlos ineinander über, die Kadenz des 1. Satzes erklingt weit früher im Stück, als sonst üblich, und so weiter. Seiner Beliebtheit beim Publikum jedoch tat das keinen Abbruch, im Gegenteil: Bis heute ist das Stück eines der meistgespielten seiner Art, bei niemals nachlassender Bezauberung der Hörer.

    „Nichts könnte origineller sein als das Thema des ersten Satzes; und hat er einmal ein treffliches Thema gefunden, kann niemand besser als Haydn unaufhörliche Mannigfaltigkeit daraus schöpfen, ohne auch nur einmal davon abzulassen. Die Gestaltung der Begleitung im Andante, obgleich höchst schlicht, war meisterhaft, und wir hörten nie zuvor einen reizvolleren Effekt als den des Trio im Menuett. – Es war Haydn, was könnte man, was bräuchte man mehr zu sagen?“, so schrieb der Londoner Morning Chronicle im März 1794 über die Uraufführung von Haydns Sinfonie 101, einer seiner sogenannten Londoner Sinfonien. Auch dieses Werk trägt zahlreiche für die damalige Zeit sehr ambitionierte neue Züge, die aber – wie bei Mozart und Mendelssohn – so genial verpackt sind, dass man sie vermutlich nur beim genauen Studium der Partitur entdecken wird.
    Vor allem aber wird gerade im Trio der Sinfonie auch Haydns Sinn für Humor und Absurdes deutlich: Handelt es sich doch um eine Art Parodie auf ein Dorforchester, in dem die Musiker abwechselnd ihre Einsätze verpassen...
ITALIEN-GRUEẞT-BOEHMEN
  • Sonntag, 20. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    ITALIEN GRÜSST BÖHMEN!

    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Die vier Jahreszeiten op. 8 Nr. 1–4
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Zwei Walzer op. 54
    Josef Suk (1874–1935)
    Streicherserenade Es-Dur op. 6

    Roman Patočka, Violine
    Kammerorchester des Nationaltheaters Prag
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 20. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    ITALIEN GRÜSST BÖHMEN!

    Vivaldis Vier Jahreszeiten – das geht immer. Aber auch aus Gründen der Tradition muss dieser so wunderbar melodienreiche Zyklus auch in der 30. Saison des Ebracher Musiksommers erklingen: Stand er doch bereits beim allerersten Konzert dieses Festivals im Ebracher Kaisersaal auf dem Programm!

    Und was Vivaldi im barocken Italien gelang – nämlich eine perfekte Melange zwischen musikalischer Unmittelbarkeit und oft volksmusikalisch anmutender Stilisierung –, gelang auch dem böhmisch-tschechischen Komponisten Antonín Dvořáks knapp zwei Jahrhunderte später wieder: Seine Zwei Walzer Opus 54 wurden ursprünglich für Klavier komponiert, doch nachdem sie in dieser Form sehr erfolgreich waren, beschloss der Komponist, sie auch noch für Orchester zu bearbeiten.

    Josef Suk war noch keine 19 Jahre alt und Antonín Dvořáks Lieblingsschüler am Prager Konservatorium, als er 1892 seine Streicherserenade Opus 6 komponierte. So erinnert dieses Werk denn auch noch stark an Dvořák, trägt daneben allerdings durchaus schon eigenständige Züge: Suk schreibt ein wenig lyrischer, nimmt nur wenige Anleihen in der Volksmusik und bezaubert seine Hörer vor allem mit einer gewissen träumerischen, leicht melancholischen und introspektiven Stimmung. Und obwohl er als Komponist heute beinahe vergessen ist, traf er im damaligen Böhmen mit seinem Stil offenbar perfekt die Stimmung der Zeit und galt gegen Ende des Jahrhunderts als der wichtigste Komponist des Landes – noch vor Dvořák. Auch als Mitglied des damals international bekanntesten tschechischen Streichquartetts aber machte er Furore, und spielte mit seinen Quartettkollegen im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere mehr als 4.000 Konzerte.
    Suk war also schon ein sehr renommierter Musiker, als er 1898 Ottilie, die Tochter seines vormaligen Lehrers Antonin Dvořák heiratete. Was für ihn vor allem ganz amusische Folgen zeitigte: Fürderhin hatte er nämlich seinen Schwiegervater – den wohl ersten öffentlich bekennenden Eisenbahnfan Europas! – nicht nur stets mit den aktuellsten Informationen über die Neuerungen in Sachen Lokomotivenbau zu versorgen, sondern er soll von diesem gar verpflichtet worden sein, für ihn auf den zahlreichen Konzertreisen mit dem Quartett auf jedem Bahnhof die Lokomotivnummern zu notieren...
GROẞE-MUSIK

© 2019 Dirigent Gerd Schaller • Marktgemeinde Ebrach, Verkehrsamt, Rathausplatz 2, 96157 Ebrach
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