IHRE MAJESTÄT DIE MUSIK!

Sonntag, 22. September 2019 – 17:00 Uhr

EBRACH – KAISERSAAL

Joseph Haydn
Sinfonie B-Dur Nr. 85 Die Königin
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonia concertante Es-Dur KV 297b
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Simon Sommerhalder
, Oboe
Thomas Ziesch
, Klarinette
Ralf Götz
, Horn
Albert Kegel
, Fagott

Orchester mit Gewandhausmusikern Leipzig

Gerd Schaller, Dirigent


Karten zu  44 | 39 €
Karten unter Tel.:  09552 297

Als Joseph Haydn seine Sinfonie Nr. 85 um das Jahr 1785 für eine Pariser Konzertreihe komponierte, ahnte er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, dass sein französischer Verleger ihr in der Erstausgabe kurzerhand den Untertitel La Reine (Die Königin) verleihen würde - der sich dann als Beiname der Sinfonie schon bald allgemein durchsetzte. Und obwohl diese Idee des Verlegers wohl nur der Tatsache zu danken war, dass die französische Königin Marie Antoinette die Konzertreihe unterstützte, in der die Sinfonie erstmals erklang, scheint er doch eigentlich sehr passend: Fanfarenartige Figuren und schreitende Rhythmen in der majestätischen Einleitung, eine anmutige Romance als zweiter Satz, ein kraftvoll-tänzerisches Menuett und ein farbenreiches Finale vermitteln den Eindruck, der Beinamen sei der Sinfonie geradezu auf den Leib geschrieben.

Gleichfalls für - und übrigens auch in - Paris schrieb Wolfgang Amadeus Mozart im April 1778 ein Werk für Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester; darüber berichtet er in Briefen und auch eine entsprechende Konzertankündigung ist uns erhalten. Nur: Die Partitur selbst ist verschollen; es existieren nur spätere Abschriften eines Werkes in der entsprechenden Besetzung – und ob dieses überhaupt oder in Gänze von Mozart ist, wird in der Forschung ganz unterschiedlich bewertet. Machen Sie sich also in diesem Konzert mit den Leipziger Gewandhausmusikern ein eigenes Bild dieser Komposition; und seien Sie versichert: Ob Mozart oder nicht Mozart - es ist auf jeden Fall schöne Musik!

Als „liebliche Sinfonie in B-Dur“ bezeichnete ein Freund Franz Schuberts dessen 5. Sinfonie, die letzterer bereits im zarten Alter von 19 Jahren komponiert hatte. Und auch wenn das Stück naturgemäß noch nicht die Reife seiner späteren sinfonischen Werke aufzeigt, so weist es doch schon deutlich in diese Richtung. Denn obwohl die Mozartverehrung des jungen Komponisten hier noch deutlich hörbar ist, lässt sich - gerade im Vergleich mit Mozarts Sinfonia concertante - schon klar vernehmen, wo bei Schubert die Reise hingehen sollte: weg von kurzen, klar abgetrennten Melodieabschnitten hin zu größer angelegten Verflechtungen, zu komplexerer Kontrapunktik - kurz: Zur Romantik. Genießen Sie hier also das Werk eines jungen Komponisten im Aufbruch zu neuen musikalischen Welten!
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