KLASSISCHES VOM FEINSTEN

Sonntag, 30. Juni 2019 – 17:00 Uhr

EBRACH – KAISERSAAL

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 42 D-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Oboe und Orchester C-Dur KV 314
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie C-Dur KV 425 Linzer

Nanako Kondo,
Oboe
Philharmonie Festiva

Gerd Schaller, Dirigent


Karten zu  44 | 39 €
Karten unter Tel.:  09552 297

„Dienstag als den 4. November werde ich hier im theater academie geben. — und weil ich keine einzige Simphonie bey mir habe, so schreibe ich über hals und kopf an einer neuen, welche bis dahin fertig seyn muß“, so schrieb Wolfgang Amadeus Mozart am 31. Oktober 1783 aus Linz an seinen Vater nach Salzburg. Und es gelang: Die viersätzige Sinfonie, die der Komponist am 30. Oktober begonnen hatte, war am 3. November volledet, wurde augenblicklich geprobt und am 4. November mit großem Erfolg in Linz uraufgeführt. Dass man dem Endergebnis diese Eile bei der Produktion nicht anhört, davon können Sie sich bei diesem Konzert mit der Philharmonie Festiva unzweifelhaft überzeugen!
Mozarts Oboenkonzert in C zählt heute sicherlich zu den meistgespielten Instrumentalkonzerten überhaupt — aber erst seit knapp 70 Jahren auf Oboe. Mozart hatte es nämlich einige Jahre nach seiner Entstehung auch für Flöte (in D-Dur) umgearbeitet und damit den Flötisten dieser Welt eines ihrer Lieblingsstücke kredenzt, aber die Fassung für Oboe ging verloren und geriet in Vergessenheit. Und zwar vermutete unter anderem Albert Einstein längst, es habe sich bei dem Flötenkonzert ursprünglich um ein Werk für Oboe gehandelt, aber erst 1950 machte Bernhard Paumgartner, österreichischer Dirigent und später auch Präsident der Salzburger Festspiele, endlich publik, dass er die Oboenfassung schon 1920 am Salzburger Mozarteum entdeckt hatte...
Auch über Joseph Haydns Sinfonie Nr. 42, entstanden im Jahr 1771, ist eine reizende Anekdote überliefert: Als der Komponist im 2. Satz drei Takte strich, bemerkte er dazu: „Dieses war vor gar zu gelehrte ohren“ - für die Allgemeinheit also offenbar nicht recht verständlich. Eine seltene Einsicht eines Komponisten!
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